„Wem die Kunst das Leben ist, dessen Leben ist eine große Kunst“
J.S. Bach (1685-1750)
Die Verbindung von Cembalo, Kammermusik und historischer Aufführungspraxis bildet heute den Mittelpunkt meiner künstlerischen Arbeit. Besonders faszinieren mich die klanglichen Möglichkeiten des Basso Continuo sowie die enge Verbindung zwischen historischer Klangästhetik, Ensemblearbeit und musikalischer Forschung. Prägende Impulse erhielt ich dabei sowohl durch mein Studium in Leipzig und Den Haag als auch durch die intensive Beschäftigung mit historischen Instrumenten.
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Nach ersten Erfahrungen im Bereich historischer Tasteninstrumente in Berlin studierte ich Cembalo und Alte Musik an der Hochschule für Musik und Theater Leipzig bei Prof. Tobias Schade. Während meines Studiums vertiefte ich insbesondere meine kammermusikalische Arbeit sowie die Verbindung von Basso Continuo, Barockvioline und früher Kammermusik. Künstlerische Impulse erhielt ich unter anderem in Meisterkursen bei Philippe Grisvard, Raphael Alpermann sowie bei der Ton Koopman Akademie in Den Haag.
Seit 2024 studiere ich im Masterstudiengang Basso Continuo am Royal Conservatoire Den Haag bei Patrick Ayrton, Richard Egarr und Fabio Bonizzoni. Über mehrere Jahre war ich zudem als Stimmer historischer Tasteninstrumente tätig und beschäftigte mich intensiv mit historischer Klangästhetik, Instrumentenkunde und Aufführungspraxis. Darüber hinaus arbeitete ich eineinhalb Jahre als künstlerischer und wissenschaftlicher Mitarbeiter am Grassi Museum für Musikinstrumente in Leipzig sowie als Cembalo-Korrepetitor im Rahmen eines Meisterkurses zu Bibers Rosenkranzsonaten mit Lina Tur Bonet und Mary Utiger.
2024 gründete ich in Den Haag das Ensemble Les Arcanes Baroques, das sich auf Triosonaten und frühe Kammermusik spezialisiert. Durch meine Doppelrolle als Cembalist und Barockgeiger widmet sich das Ensemble neben Triosonaten auch Repertoire in Streichquartett-Besetzung. Mit dem Ensemble trat ich unter anderem 2025 beim Festival Oude Muziek Utrecht auf und wurde beim Internationalen Biagio-Marini-Wettbewerb in Neuburg an der Donau mit dem Publikumspreis ausgezeichnet. 2026 wurden wir beim International Händel Competition Göttingen mit dem 1. Preis, dem Sonderpreis „Music and Space“ sowie dem Bärenreiter-Urtext-Preis ausgezeichnet. Daraus folgten Einladungen in die Kölner Philharmonie im September 2026 sowie zu den Internationalen Händel-Festspielen Göttingen im Mai 2027.
Neben meiner künstlerischen Tätigkeit beschäftige ich mich wissenschaftlich mit der Entstehungsgeschichte des klassischen Streichquartetts und der Rolle des Basso Continuo in frühklassischer Kammermusik.
Als Barockgeiger widme ich mich besonders der historischen Aufführungspraxis zwischen Kammermusik, Oper und Orchester. Neben meiner Tätigkeit als Konzertmeister verschiedener Ensembles liegt ein Schwerpunkt meiner Arbeit auf der Verbindung von historischer Klangsprache und lebendiger musikalischer Gestaltung. Künstlerische Impulse erhielt ich unter anderem durch die Zusammenarbeit mit Musikerpersönlichkeiten wie Midori Seiler, Alessandro Tampieri und Shunske Sato.
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Meine musikalische Laufbahn begann früh mit dem Violinunterricht in Göttingen. Bereits 2011 trat ich beim Besuch von Papst Benedikt XVI. vor knapp 100.000 Zuhörern auf und wurde noch im selben Jahr Jungstudent im Hauptfach Violine an der Hochschule für Musik Würzburg bei Dan Talpan. Später setzte ich meine Ausbildung bei Sergej Bolkhovets in Berlin fort und sammelte während meiner Schulzeit am Musikgymnasium C.Ph.E. Bach wertvolle Erfahrungen im Orchester- und Kammermusikspiel. Besonders prägend waren Konzerte mit dem Konzerthausorchester Berlin sowie die Zusammenarbeit mit Künstlern wie Lars Vogt und Sharon Kam.
Von 2020 bis 2023 studierte ich Barockvioline an der Hochschule für Musik und Theater Leipzig bei Uwe Ulbrich und Prof. Irmgard Huntgeburth. Ergänzend erhielt ich wichtige künstlerische Impulse in Meisterkursen und Akademien bei Zoya Nevgodovska, Leila Schayegh, Alessandro Tampieri, Midori Seiler, Kai Köpp und Luca Giardini.
Neben meiner kammermusikalischen Tätigkeit widme ich mich intensiv der historischen Aufführungspraxis im Orchesterbereich. 2022 übernahm ich die musikalische Leitung des Opernprojekts Il re pastore im Rahmen der Schlesischen Musikfeste in Görlitz. Darüber hinaus war ich Teil eines digitalen Forschungsprojekts unter der Leitung von Hille Perl zur Arbeit mit OV-Boxen und der Digital Stage.
Seit 2021 bin ich Konzertmeister des Ensemble Lachrymae Leipzig, mit dem ich unter anderem an der rekonstruierten Erstfassung der Johannespassion von J. S. Bach zum 300. Jahrestag ihrer Uraufführung in der Thomaskirche Leipzig mitwirkte. Zudem arbeite ich regelmäßig mit Thüringen Barock sowie Dutch Baroque in den Niederlanden zusammen, wo ich seit 2026 dauerhaft die Position des Konzertmeisters übernehme.
Mit meinem Ensemble Les Arcanes Baroques wurde ich 2026 beim International Händel Competition Göttingen als Barockgeiger und Cembalist mit dem 1. Preis, dem Sonderpreis „Music and Space“ sowie dem Bärenreiter-Urtext-Preis ausgezeichnet. Weitere Einladungen führen mich für 2026 und 2027 unter anderem zum Festival Oude Muziek Utrecht, in die Kölner Philharmonie, die Internationalen Händel- Festspiele Göttingen sowie zum Auftritt als Gast mit Capella Jenensis.
Über mehrere Jahre beschäftigte ich mich intensiv mit dem Stimmen und der Betreuung historischer Tasteninstrumente. Neben meiner Tätigkeit als Stimmer an der Hochschule für Musik und Theater Leipzig arbeitete ich regelmäßig mit Cembali, Clavichorden, Hammerflügeln, Truhenorgeln und weiteren historischen Instrumenten. Diese praktische Arbeit prägt bis heute mein Verständnis von Klang, Aufführungspraxis und historischer Klangästhetik.
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Zu den besonderen Stationen meiner Tätigkeit zählen Engagements beim Bachfest Leipzig, beim Leipziger Chorfestival sowie beim historischen Improvisationsfestival Ex Tempore Leipzig. Dabei war ich unter anderem für Instrumente bei Konzerten von Ton Koopman und dem Ensemble Europa Galante verantwortlich.
Neben dem Stimmen der Instrumente war ich an der Hochschule für Musik und Theater Leipzig auch mit deren Wartung und kleineren Reparaturen betraut. Um meine Kenntnisse im historischen Instrumentenbau weiter zu vertiefen, absolvierte ich zudem ein Praktikum in der Werkstatt für Cembalobau von Christian Rothe in Berlin.
Die intensive Beschäftigung mit historischen Tasteninstrumenten ergänzt meine musikalische Arbeit auf besondere Weise. Sie ermöglicht mir nicht nur ein tieferes Verständnis ihrer Klangsprache und Mechanik, sondern prägt auch meinen Zugang zu historischer Aufführungspraxis und Klangästhetik.
Elias Tulchynsky
Cembalist, Barockgeiger, Stimmer
Tel: 0176/47170329
Mail: eliastulchynsky@gmail.com
Elias Tulchynsky
Cembalist, Barockgeiger, Stimmer
Tel: +4917647170329
Mail: eliastulchynsky@gmail.com